Warum der lockere Dutt so praktisch ist

Ein Dutt muss nicht streng und perfekt sitzen. Der lockere Dutt wirkt entspannt, schont die Haare, weil du sie nicht straff nach hinten ziehst, und passt zu vielen Anlässen – vom Homeoffice bis zum Abendessen. In fünf Minuten ist er gemacht, wenn du ein paar Handgriffe kennst.
Schauen wir uns gemeinsam an, wie du ihn Schritt für Schritt bindest. Die Anleitung funktioniert für kurze, mittellange und lange Haare, für glatte, wellige und lockige Texturen. Du brauchst nur Haargummis, Haarnadeln und eventuell etwas Haarspray oder eine Spülung für die Spitzen.
Die Grundausstattung
– Ein weiches Haargummi oder eine Stoffspirale, die nicht ziept.
– Zwei bis vier Haarnadeln (Bobby Pins) in Haarfarbe.
– Optional: ein Kamm, etwas Haaröl oder Leave-in-Spülung für trockene Spitzen.
– Optional: ein Tuch oder eine Scrunchy für mehr Volumen.
Schritt 1: Haare vorbereiten
Kämme deine Haare sanft durch, damit keine Knoten den Dutt ungleichmäßig machen. Bei welligem oder lockigem Haar reichen die Finger; ein grobzinkiger Kamm ist schonender als eine Bürste. Wenn deine Spitzen trocken sind, gib einen Tropfen Haaröl oder Leave-in-Spülung hinein – das macht den Dutt weicher und verhindert, dass einzelne Härchen abstehen.
Du musst die Haare nicht perfekt glatt kämmen. Ein bisschen Textur darf bleiben.

Schritt 2: Lockeren Zopf binden
Nimm die Haare wie zu einem tiefen Pferdeschwanz zusammen – nicht zu straff, der Ansatz darf sich wohlfühlen. Bei kurzen Haaren reicht ein Zopf am Hinterkopf, bei mittellangen und langen Haaren setzt du den Zopf etwas tiefer an, etwa auf Höhe des Haaransatzes im Nacken.
Binde das Haargummi einmal oder zweimal um die Haare. Es soll halten, aber keine Druckstellen hinterlassen. Wenn du sehr glatte Haare hast, kannst du das Gummi einmal mehr wickeln, aber achte darauf, dass es nicht spannt.
Schritt 3: Den Dutt formen
Jetzt kommt der eigentliche Teil. Es gibt zwei einfache Varianten:
**Für kurze bis mittellange Haare:** Drehe den Zopf nicht komplett ein, sondern ziehe das letzte Stück Haar nur halb durch das Haargummi. So entsteht eine Schlaufe. Diese Schlaufe legst du nach oben oder zur Seite und steckst sie mit Haarnadeln fest. Zupfe vorsichtig an den Seiten, damit der Dutt lockerer wirkt.
**Für lange Haare:** Drehe die Haare um die Hand oder um zwei Finger, bis ein lockerer Strang entsteht. Wickle diesen Strang um den Zopfansatz. Stecke das Ende mit einer Haarnadel fest und schiebe die Nadel unter den Haargummi, damit sie hält. Auch hier: nicht zu fest ziehen.

Wenn du magst, kannst du ein paar Strähnen herausziehen, die das Gesicht umrahmen. Das macht den Look weicher.
Schritt 4: Fixieren und formen
Stecke die Haarnadeln so, dass sie die Form halten, aber nicht sichtbar sind. Eine Nadel am oberen Rand, eine an der Seite, eine unten – je nach Haarmenge. Bei sehr glattem Haar helfen zwei gekreuzte Nadeln.
Zum Schluss sprühst du etwas Haarspray auf die Hände und streichst damit über den Dutt. So fliegen keine Härchen, aber der Dutt bleibt beweglich. Wenn du keinen Haarspray magst, reicht auch ein wenig Haaröl in den Handflächen.
Tipps für verschiedene Haarlängen und Texturen
– **Kurze Haare:** Ein halber Dutt oder ein kleiner Knoten am Hinterkopf funktioniert am besten. Du kannst auch zwei kleine Dutts machen, das hält besser.
– **Mittellange Haare:** Ein tief sitzender Dutt mit einer Schlaufe ist ideal. Er ist schnell gemacht und sieht feminin aus.
– **Lange Haare:** Wickle die Haare nicht zu oft um sich selbst, sonst wird der Dutt zu schwer. Zwei locker gewickelte Stränge halten besser als ein dicker.
– **Feine Haare:** Verwende ein Texturspray oder trockenes Shampoo am Ansatz. Das gibt Griff und der Dutt rutscht nicht so schnell.
– **Lockige Haare:** Binde den Dutt, wenn die Haare noch leicht feucht sind, oder nutze eine Spülung. So bleiben die Locken definiert und der Dutt ist formbar.
– **Glatte Haare:** Ein Haargummi mit Stoffüberzug oder eine Spirale hält besser als ein dünnes Gummi. Du kannst auch zwei Haarnadeln über Kreuz stecken.
Sanfte Pflege für deine Haare

Ein Dutt ist eine schöne Frisur, aber achte darauf, dass du die Haare nicht jeden Tag straff nach hinten bindest. Wechsle die Position des Dutts – mal hoch, mal tief, mal seitlich –, damit nicht immer dieselben Stellen belastet werden. Wenn du merkst, dass deine Kopfhaut spannt oder schmerzt, lockere den Dutt sofort.
Haargummis ohne Metallverschluss sind eine gute Wahl. Sie hinterlassen keine Knicke und reißen weniger Haare aus. Beim Kämmen gehst du sanft vor, besonders bei nassem Haar.
Kleine Variationen
– **Mit Haarnadel:** Stecke eine dekorative Haarnadel oder eine kleine Blume seitlich in den Dutt.
– **Mit Tuch:** Wickle ein schmales Tuch um den Duttansatz und verknote es.
– **Mit Zopf:** Flechte vor dem Dutt einen lockeren Zopf und wickle ihn dann zum Dutt.
– **Mit Curtain Bangs:** Lass ein paar Stirnhaare offen, das rahmt das Gesicht weich ein.
Dein nächster kleiner Schritt
Probier den lockeren Dutt doch heute Abend aus, wenn du es gemütlich hast. Du brauchst keine perfekte Frisur – nur ein paar Minuten für dich. Und wenn er beim ersten Mal nicht perfekt sitzt, ist das völlig in Ordnung. Übung macht den Unterschied, und du kannst die Nadeln jederzeit neu stecken, bis es sich gut anfühlt.
