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Fünf unkomplizierte Flechtfrisuren für Anfängerinnen

Fünf unkomplizierte Flechtfrisuren für Anfängerinnen

Warum Flechten oft leichter ist, als es aussieht

Fünf unkomplizierte Flechtfrisuren für Anfängerinnen

Flechtfrisuren wirken wie eine Kunst, die man entweder beherrscht oder nicht. Dabei sind die meisten Varianten im Kern nur Wiederholungen von drei Bewegungen: Strähne aufnehmen, über die Mitte legen, festhalten. Wenn du diese Grundbewegung einmal verinnerlicht hast, kannst du fast jede Flechtfrisur darauf aufbauen. Der Trick liegt nicht in komplizierten Techniken, sondern in der richtigen Vorbereitung und einem entspannten Tempo.

In diesem Beitrag schauen wir uns fünf Flechtfrisuren an, die auch mit wenig Übung gelingen. Sie funktionieren für verschiedene Haarlängen und -texturen, und du kannst sie Schritt für Schritt nacharbeiten. Wichtig ist: Perfekt muss es nicht sein. Ein leicht unordentliches Flechtwerk sieht oft lebendiger aus als ein streng gezogenes.

Die richtige Vorbereitung für alle Flechtfrisuren

Bevor du mit dem Flechten beginnst, solltest du deine Haare vorbereiten. Das erleichtert das Arbeiten und schont die Haarstruktur.

– **Kämme die Haare gründlich durch.** Verwende eine Bürste mit weichen Borsten oder einen grobzinkigen Kamm, um Knoten sanft zu lösen. Ziehe nicht ruckartig, sondern arbeite Strähne für Strähne.
– **Arbeite mit leicht feuchtem Haar.** Frisch gewaschenes, handtuchtrockenes Haar lässt sich oft besser flechten, weil es geschmeidiger ist. Bei sehr feinem Haar kann etwas Schaumfestiger oder ein leichtes Stylinggel helfen, damit die Strähnen nicht sofort verrutschen.
– **Teile die Haare klar ab.** Ein sauberer Scheitel oder eine klare Abteilung erleichtert das gleichmäßige Aufnehmen der Strähnen. Du kannst dir die Haare mit Haarklammern aus dem Weg stecken, während du arbeitest.
– **Halte die Strähnen straff, aber nicht zu fest.** Wenn du zu stark ziehst, entstehen Spannungen an der Kopfhaut, die auf Dauer unangenehm sind und die Haarwurzeln belasten können.

Flechtfrisur 1: Der klassische Dreistrangzopf

Der Dreistrangzopf ist die Basis aller Flechtfrisuren. Er eignet sich für alle Haarlängen und ist besonders für Anfängerinnen gut geeignet.

**So gehst du vor:**

1. Teile die Haare am Hinterkopf in drei etwa gleich große Strähnen. Wenn du unsicher bist, kannst du die Strähnen mit Haargummis markieren.
2. Halte die linke Strähne in der linken Hand, die rechte in der rechten Hand. Die mittlere Strähne bleibt zwischen den Fingern.
3. Lege die rechte Strähne über die mittlere. Jetzt ist die ehemals rechte Strähne in der Mitte.
4. Lege die linke Strähne über die neue mittlere Strähne.
5. Wiederhole diesen Rhythmus: rechts über die Mitte, links über die Mitte. Ziehe die Strähnen dabei sanft an, damit das Flechtmuster gleichmäßig wird.
6. Wenn du am Ende angekommen bist, fixiere den Zopf mit einem Haargummi. Du kannst die Enden leicht mit den Fingern auflockern, indem du vorsichtig an den äußeren Schlaufen ziehst.

**Tipp:** Wenn du den Zopf über die Schulter nach vorne legst, kannst du besser sehen, was du tust. Das ist besonders am Anfang hilfreich.

Flechtfrisur 2: Der französische Zopf

Fünf unkomplizierte Flechtfrisuren für Anfängerinnen

Der französische Zopf, auch französischer Zopf genannt, ist eine Weiterentwicklung des Dreistrangzopfs. Er beginnt am Oberkopf und läuft am Hinterkopf entlang. Er hält den ganzen Tag und sieht elegant aus.

**So gehst du vor:**

1. Nimm eine kleine Haarsträhne am Oberkopf und teile sie in drei Teile.
2. Beginne wie beim klassischen Dreistrangzopf: rechts über die Mitte, links über die Mitte.
3. Bevor du die nächste Strähne über die Mitte legst, nimmst du eine neue, dünne Strähne von der Seite auf und fügst sie der äußeren Strähne hinzu. Dann legst du sie über die Mitte.
4. Wiederhole das auf beiden Seiten: immer eine neue Strähne aufnehmen und mit einflechten.
5. Arbeite dich so bis zum Nacken vor. Dort angekommen, flechtest du den Rest der Haare als normalen Dreistrangzopf weiter.
6. Fixiere das Ende mit einem Haargummi.

**Tipp:** Wenn du zum ersten Mal einen französischen Zopf machst, kann es helfen, vor einem Spiegel zu stehen und die Bewegungen langsam auszuführen. Mit etwas Übung geht es immer schneller.

Flechtfrisur 3: Der seitliche Fischgrätzopf

Der Fischgrätzopf sieht aufwendig aus, ist aber im Grunde nur eine Variante des Dreistrangzopfs mit dünneren Strähnen. Er eignet sich besonders für mittellanges bis langes Haar.

**So gehst du vor:**

1. Kämme die Haare zu einer Seite und teile sie in zwei große Strähnen.
2. Nimm von der äußeren Kante der linken Strähne eine dünne Strähne und lege sie über die Mitte zur rechten Strähne.
3. Nimm von der äußeren Kante der rechten Strähne eine dünne Strähne und lege sie über die Mitte zur linken Strähne.
4. Wiederhole diesen Vorgang, bis du am Ende angekommen bist. Die Strähnen sollten dabei immer dünn bleiben, damit das typische Fischgrätmuster entsteht.
5. Fixiere das Ende mit einem Haargummi und ziehe vorsichtig an den äußeren Schlaufen, um das Muster etwas aufzulockern.

**Tipp:** Der Fischgrätzopf hält auch ohne viele Hilfsmittel gut. Wenn du feines Haar hast, kannst du vorher etwas Texturspray verwenden.

Fünf unkomplizierte Flechtfrisuren für Anfängerinnen

Flechtfrisur 4: Der gedrehte Zopf

Der gedrehte Zopf ist eine schnelle Alternative für den Alltag. Er funktioniert bei fast jeder Haarlänge und ist besonders schonend, weil er ohne festes Ziehen auskommt.

**So gehst du vor:**

1. Teile die Haare in zwei Strähnen.
2. Drehe die linke Strähne mit den Fingern nach vorne ein, bis sie sich leicht verdreht.
3. Drehe die rechte Strähne ebenfalls nach vorne ein.
4. Wickle die beiden gedrehten Strähnen umeinander, indem du sie gegengleich verdrehst.
5. Fixiere das Ende mit einem Haargummi.

**Tipp:** Du kannst den gedrehten Zopf auch als Half-Up-Variante tragen, indem du nur die oberen Haare nimmst und den Rest offen lässt.

Flechtfrisur 5: Der lockere Bauernzopf

Der Bauernzopf ist ein französischer Zopf, der locker geflochten wird und etwas von seiner Struktur verliert. Er wirkt dadurch weicher und weniger streng.

**So gehst du vor:**

1. Beginne am Oberkopf mit einem französischen Zopf.
2. Flechte die Strähnen nicht zu fest, sondern lasse sie etwas lockerer.
3. Wenn du am Nacken angekommen bist, flechte den Rest als normalen Zopf weiter.
4. Fixiere das Ende mit einem Haargummi.
5. Ziehe nun vorsichtig an den einzelnen Schlaufen des Zopfes, um ihn breiter und lockerer zu machen. Achte darauf, nicht zu stark zu ziehen, damit sich nichts aufribbelt.

**Tipp:** Der lockere Bauernzopf sieht besonders schön aus, wenn du ihn mit ein paar herausgezogenen Strähnen an den Seiten kombinierst. Das wirkt entspannt und natürlich.

Fünf unkomplizierte Flechtfrisuren für Anfängerinnen

Welche Flechtfrisur passt zu deiner Haarstruktur?

Nicht jede Flechtfrisur eignet sich für jede Haarstruktur. Hier sind ein paar Anhaltspunkte:

– **Feines Haar:** Der klassische Dreistrangzopf und der gedrehte Zopf sind ideal, weil sie dem Haar Halt geben, ohne es zu beschweren. Bei feinem Haar kann etwas Schaumfestiger helfen, damit die Strähnen nicht verrutschen.
– **Mitteldickes Haar:** Fast alle Flechtfrisuren funktionieren gut. Der französische Zopf und der lockere Bauernzopf sehen besonders schön aus.
– **Dickes oder lockiges Haar:** Der Fischgrätzopf und der lockere Bauernzopf sind gute Optionen, weil sie die natürliche Textur nutzen. Bei sehr lockigem Haar kann es helfen, die Haare vorher leicht zu befeuchten und mit einer leave-in-Creme zu pflegen.
– **Kurzes Haar:** Ein kurzer Dreistrangzopf oder ein seitlicher kleiner Zopf sind möglich. Für einen französischen Zopf brauchst du etwas mehr Länge.

Sanfte Pflege nach dem Flechten

Flechtfrisuren können das Haar beanspruchen, besonders wenn sie oft und fest getragen werden. Hier sind ein paar Tipps, wie du deine Haare nach dem Flechten pflegen kannst:

– **Löse die Frisur vorsichtig.** Ziehe nicht am Haargummi, sondern öffne es sanft. Beginne am Ende und arbeite dich nach oben vor.
– **Verwende keine Metallspangen oder scharfe Kanten.** Sie können das Haar brechen. Besser sind Haargummis ohne Metall oder Spangen mit weichen Kanten.
– **Gönn deinem Haar eine Pause.** Wenn du Flechtfrisuren oft trägst, solltest du zwischendurch auch offene Frisuren tragen, damit die Haarwurzeln nicht dauerhaft belastet werden.
– **Pflege die Spitzen.** Nach dem Flechten kannst du ein paar Tropfen Haaröl in die Spitzen geben, um sie geschmeidig zu halten.

Kleine Rituale für entspanntes Flechten

Flechten muss nicht stressig sein. Mach es zu einem kleinen Ritual: Setz dich an einen ruhigen Ort, vielleicht mit einer Tasse Tee, und nimm dir Zeit. Wenn es nicht auf Anhieb klappt, ist das völlig normal. Übung kommt mit der Wiederholung. Vielleicht gefällt dir eine Flechtfrisur besonders gut – dann trage sie ein paar Tage hintereinander, bis du sie im Schlaf beherrschst.

Denk daran: Deine Haare sind einzigartig, und jede Flechtfrisur sieht bei dir anders aus als bei anderen. Das ist kein Fehler, sondern dein persönlicher Stil.

Ein kleiner nächster Schritt

Wenn du magst, probiere heute Abend eine der Frisuren aus – vielleicht den klassischen Dreistrangzopf, ganz ohne Druck. Schau, wie es sich anfühlt, und entscheide dann, ob du morgen eine neue Variante ausprobierst.

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